40 Millionen gleichzeitig auf Steam: Das digitale Wohnzimmer platzt aus allen Nähten

Steam hat die Marke von 40 Millionen gleichzeitig aktiven Nutzern überschritten. Das ist eine Zahl, bei der man kurz innehalten muss: Millionen Menschen kaufen, spielen, modden oder diskutieren gleichzeitig auf derselben Plattform.

Ein Rekord mit Nebenwirkungen

Die Größe macht Steam zum zentralen Treffpunkt für PC-Spieler, aber auch zu einem riesigen Schaufenster. Für kleine Spiele kann Sichtbarkeit dadurch zum Glücksspiel werden, während große Releases die Startseite dominieren.

Das Kuriose an der Zahl

40 Millionen Menschen gleichzeitig sind mehr als die Bevölkerung vieler Länder. Und ein Teil davon verbringt den Abend vermutlich damit, virtuelle Felder zu bestellen, Dinge zu waschen oder als Gans Chaos zu stiften.

PowerWash Simulator: Putzen bleibt der unerwartete Gaming-Hit

Während andere Spiele Drachen, Weltuntergänge und galaktische Kriege bieten, macht PowerWash Simulator aus Hochdruckreinigung ein Erfolgsrezept. Der Reiz liegt erstaunlich simpel darin, digitalen Dreck Schicht für Schicht verschwinden zu lassen.

Das saubere Erfolgsprinzip

Spieler reinigen schmutzige Orte mit einem Wasserstrahl, bis alles wieder glänzt. Keine komplizierte Heldenreise, kein Loot-Zwang: nur ein klarer Vorher-nachher-Effekt und das gute Gefühl, eine Aufgabe abgeschlossen zu haben.

Entspannung mit Kärcher-Faktor

Dass ein Reinigungs-Spiel eine so große Fangemeinde aufbaut, sagt viel über den Wunsch nach überschaubaren Zielen aus. Manchmal ist die beste digitale Flucht eben ein sauberer Spielplatz.

Keeper: Wenn ein Leuchtturm plötzlich Beine bekommt

Ein Leuchtturm als Hauptfigur? Double Fine hat aus dieser Idee mit Keeper ein Spiel gemacht, in dem ein laufender Turm zusammen mit einem Vogel unterwegs ist. Gaming bleibt eben das Medium, in dem man selbst aus Architektur einen Abenteuerhelden machen kann.

Ein Held mit Fundament

Keeper setzt nicht auf den üblichen Space Marine oder Fantasy-Krieger. Stattdessen bewegt sich ein Leuchtturm durch eine fremdartige Welt, begleitet von einem Seevogel. Allein dieses Bild ist schon deutlich merkwürdiger als viele Marketing-Pitches.

Genau deshalb interessant

Kuriose Prämissen sind kein Selbstzweck, wenn sie neugierig machen. Keeper zeigt, dass ein ungewöhnlicher Protagonist manchmal mehr über ein Spiel erzählt als ein Trailer voller Explosionen.

Hollow Knight: Silksong räumt bei den Steam Awards ab – und das Netz feiert

Hollow Knight: Silksong hat bei den Steam Awards 2025 den Preis als Spiel des Jahres gewonnen. Für ein Spiel, auf das Fans über Jahre gewartet haben, ist das die passende Pointe: Erst Memes, dann Triumph.

Vom Running Gag zum Gewinner

Kaum ein anderes Indie-Spiel wurde so oft herbeigesehnt wie Silksong. Als die Auszeichnung Anfang Januar bekannt wurde, stand es damit neben großen Produktionen und bewies erneut, wie viel Zugkraft ein kleines Studio mit einer starken Idee entwickeln kann.

Warum das kurios ist

Die lange Funkstille rund um das Spiel wurde in der Community fast zur eigenen Folklore. Dass genau dieses Projekt anschließend einen der sichtbarsten Publikumspreise auf Steam gewinnt, fühlt sich an wie ein Happy End mit sehr langer Ladezeit.

Wer ist eigentlich… Solid Snake?

Solid Snake heißt mit bürgerlichem Namen eigentlich David. Sein Name ist allerdings wohl das einzige Normale an der schleichenden Schlange. David kommt nämlich nicht per Geburt auf diese schöne Welt. Sondern er wird im Rahmen des „Les Enfants Terribles“-Projekts künstlich erschaffen, und zwar als genetischer Klon des größten Soldaten aller Zeiten, des Big Boss. Der hatte als US-Marine Legendstatus erreicht, Anfang der 1970er Jahre befürchtete die amerikanische Regierung allerdings, dass er abtrünnig werden oder dem US-Militär den Rücken kehren könne. Also baute man sich 1972 aus seiner DNA mit Solid Snake, Liquid Snake und Solidus Snake drei Abkömmlinge auf, die sein Erbe als ultimative Krieger in Diensten der Patriots antreten sollten. Die dubiose Geheimorganisation, deren Mitglieder die US-Regierung unterwandert hatten, zielte natürlich auf die Weltherrschaft – worauf auch sonst.

Zu Snakes erstem Einsatz kommt es 1995. Ein mysteriöser Söldnerstaat namens Outer Heaven hat sich zur globalen Bedrohung aufgeschwungen. Snake, Rookie bei der FOXHOUND-Einheit, wird entsandt, um die Geheimnisse der Militärnation zu lüften. Gleich sein erster Auftrag kennt keine Gnade und keine Pause. Durch Minenfelder und an bewaffneten Wachen vorbei schleicht und kämpft er, nur um schließlich dem Schatten seines eigenen Schöpfers gegenüberzustehen – Big Boss persönlich. Der ultimative Vater-Sohn-Konflikt endet mit Big Boss am Boden und Outer Heaven in Flammen.

1999 folgt die nächste Großmission. Zanzibar Land, eine abtrünnige Nation, nimmt den Weltfrieden als Geisel, indem sie das wissenschaftliche Genie hinter einer revolutionären Energiequelle entführt. Snake wird wieder auf den Plan gerufen. Im Stealth-Modus dringt er in die Festung ein, umgeht oder erledigt wahlweise alles, was sich bewegt, und findet sich erneut Angesicht zu Angesicht mit seinem genetischen Vorfahren wieder. Big Boss als Endboss, Teil zwei. Erneut bezwingt Snake seinen DNA-Stammvater, diesmal endgültig, so scheint es.

Fast Forward: 2005 ereignet sich der „Shadow Moses Incident”. Eine Gruppe von Terroristen, angeführt von keinem Geringeren als Snakes genetischem Zwilling Liquid Snake, übernimmt eine Nuklearanlage. Das AKW wird zum Paradies für Verrückte und Despoten. Snake infiltriert die Basis, legt sich mit riesigen Mechs, genetischen Experimenten und durchgeknallten Cyborgs an. Höhepunkt: der epische Bruderkrieg auf einem atomaren Schlachtfeld. Solid obsiegt gegen Liquid und zerstört den Metal Gear REX, den bislang größten Kampfpanzer auf zwei Füßen – inklusive Atomsprengkopf als Bewaffnung.

2007, nächster Akt. Diesmal ist die Big Shell-Ölplattform Bühne eines erneuten Terrorakts. Snake taucht ab und unter dem Radar auf, um Raiden zu unterstützen, einem jungen Rekruten der FOXHOUND-Einheit. Gemeinsam entlarven sie die düsteren Machenschaften der „Patriots“. 

Und dann 2014 – der finale Akt. Snake ist gealtert, das Haar grau, der Körper gebrechlich. Die Uhr tickt. Liquid Ocelot plant, die Kontrolle über ein weltweites Waffensteuerungssystem zu erlangen. Noch einmal wird der alte Stealth-Kämpfer reaktiviert. Er infiltriert Outer Haven, den schwimmenden Albtraum aus Metall und Waffen, stellt sich seinem alten Erzfeind in einem letzten Duell. Ocelot fällt, das Kontrollsystem wird zerschlagen, die Welt kann aufatmen. Seite an Seite drehen Snake und Papa Big Boss, erwacht aus dem Koma, jenem Urheber aller politischen Intrigen den Sauerstoff ab. Zeros Maske fällt, der Vorhang ebenso. Solid Snake darf in den wohlverdienten Ruhestand.


Wer ist eigentlich… Max Payne?

Max Payne, der New Yorker Polizist mit dem schwarzen Ledermantel, gehört wohl zu den tragischsten Figuren der Gaming Historie. Paynes Leben nimmt seine dramatische Wendung, als Auftragskiller seine Frau und seine Tochter brutal in ihrem Haus ermorden. Die Mörder stehen unter dem Einfluss von Valkyr, einer Droge, die ursprünglich als militärisches Experiment entwickelt und später als Designerdroge auf den New Yorker Straßen vertrieben wird. Payne reagiert mit brutaler Verzweiflung, heuert als verdeckter Ermittler im Drogendezernat an und richtet sein gesamtes Dasein fortan danach aus, die für den Tod seiner Liebsten Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Eine Eloge auf die Selbstjustiz im Film Noir-Stil – was eine Exposition! 

Während seiner Ermittlungen gerät Payne in eine Falle. Sein Kollege und Freund Alex Balder wird getötet, Max wird für den Mörder gehalten. Er muss untertauchen, ermittelt alleine und auf eigene Faust. Die Verschwörung, die er aufdeckt, reicht von der Mafia-Familie Punchinello bis hin zu hochrangigen Regierungsbeamten. Mit Hilfe des russischen Mafiosos Vladimir Lem gelingt es Payne, Don Punchinello zu stellen. Doch bevor er weitere Informationen erhalten kann, wird der Mafiaboss von Fieslingen getötet. Die Agenten handeln im Auftrag von Nicole Horne, der Drahtzieherin hinter Valkyr. Horne verabreicht Max Payne eine Überdosis Valkyr, doch er überlebt, tötet Horne und wird rehabilitiert. 

Doch damit nicht genug: Zurück im NYPD wird Payne erneut in einen Kriminalfall verwickelt. Er trifft auf die Auftragsmörderin Mona Sax und die beiden beginnen, gegen eine Gruppe von als Reinigungskräften getarnten Kriminellen zu ermitteln. Die Gruppe, bekannt als die Cleaner, steht in Diensten des „Inneren Kreises“, einer mächtigen Geheimorganisation. Payne enthüllt, dass sein ehemaliger Verbündeter Vladimir Lem hinter der Serie von Morden und Intrigen steckt. In einem dramatischen Showdown wird Mona tödlich verwundet und Payne tötet Lem. Trotz des erneuten Verlusts findet Max seinen Frieden – vorläufig zumindest.

Acht Jahre später: Max Payne hat sich nach Hoboken, New Jersey, zurückgezogen und der Polizeiarbeit den Rücken gekehrt. Sein Leben ist geprägt von Alkohol und Tabletten. Nach einem Vorfall, bei dem er den Sohn eines örtlichen Mafiapaten tötet, legt ihm sein Freund Raul Passos nahe, die USA zu verlassen und ins brasilianische São Paulo zu ziehen. Dort arbeitet Payne als Leibwächter für die einflussreiche Branco-Familie. Das Verbrechen holt ihn allerdings schnell ein: Bei einem Überfall wird Fabiana entführt, die Frau seines Arbeitgebers Rodrigo Branco. Payne fühlt sich verantwortlich und setzt alles daran, sie zu retten. Er deckt ein kriminelles Netzwerk, das von der paramilitärischen Gruppe Crachá Preto und korrupten Polizisten betrieben wird. Mit Unterstützung des lokalen Detektivs Wilson Da Silva gelingt es ihm, die Drahtzieher, einschließlich Victor Branco und Armando Becker, zu entlarven und zur Rechenschaft zu ziehen.

Max Payne bleibt in Brasilien. Die Geister seiner Vergangenheit hat er hinter sich gelassen, wagt einen Neuanfang. Ob seine Schuldgefühle jemals ganz verschwinden? Sicher ist: Wenn irgendwo Ungerechtigkeit herrscht, ist Max Payne zur Stelle.